S o z i a l e

S c h m e t t e r l i n g e .

Meine sozialen Schmetterlinge stellen sich vor .


Menschlich zu sein bedeutet Mitgefühl für andere zu zeigen. Es bedeutet auch, den eigenen Blickwinkel den Gegebenheiten anzupassen. Jeder hat eine andere Herkunft, Tradition und auch eine andere Sicht auf die Dinge. Wichtig ist, zu hinterfragen - und nicht direkt zu urteilen. Ein Blick hinter die Kulissen bringt meistens viel mehr Klarheit und weitreichende Erkenntnisse. Außerdem gehören für viele immer noch schwierig anzusprechende Themen in diese Rubrik, wie z. B. Trauer.

grievy - App .


Nele Stadtbäumer / Co-Founder - Aachen .

Dein Helfer in der Trauer . Digitale Trauerbegletitung .

"Mit grievy lernst du mit deinem Verlust umzugehen und erhältst Unterstützung in der Trauer.
"

Trauer ist ein Thema, bei dem viele Menschen sehr zurückhaltend sind und sich sogar regelrecht davor verschließen, darüber zu kommunizieren. In einem konkreten Trauerfall wissen Betroffene und deren Angehörige oft nicht so recht, wie sie damit umgehen sollen. Sie fühlen sich hilflos und allein gelassen. Genau an dieser Stelle bietet ein junges Unternehmer-Team aus Aachen Unterstützungsangebote & Hilfestellungen an. Dafür haben sie die "grievy App" entwickelt.

Damit Ihr Euch ein genaueres Bild über die Arbeit mit dieser App machen könnt, habe ich mit Nele Stadtbäumer ein Interview geführt.

Hallo liebe Nele. Schön, dass grievy mein buntes Netzwerk bereichert. Ganz besonders freut mich, dass wir an dieser Stelle über ein Thema reden, das noch immer ein Tabu für die meisten Menschen ist: Den Tod ...

Kannst Du meinen Lesern bitte erzählen, was grievy eigentlich ist?
"Dankeschön für die Möglichkeit! Wir freuen uns auch sehr, Teil Deines Schmetterlings-Netzwerks sein zu können. :)
Bei grievy helfen wir Trauernden weltweit mit einer vertrauenswürdigen, barrierearmen und sofortigen digitalen Lösung für ihren Trauerprozess. Mit validierten Methoden, die auf der kognitiven Verhaltenstherapie basieren, lernen Trauernde gesunde Strategien zum Umgang mit ihrer Trauer. Da Trauer hoch individuell ist, bietet die grievy-App personalisierte Selbsttherapiepläne mit Zugang zu Experten und einer Community. "

Wie ist der Name grievy entstanden?
"Der Name grievy leitet sich aus dem Englischen von „to grieve“ ab, was trauern bedeutet. Uns war es wichtig einen kurzen, prägnanten Namen zu wählen, der einen Bezug zu Trauern hat, International zu verstehen ist und in der App einen eigenen Charakter darstellen kann. Mit grievy haben wir das gefunden."


Wann & warum ist grievy entstanden? – Ich nehme an, ein persönlicher Bezug spielte da auch eine Rolle?

 "Die Idee zu grievy kam mir nach dem Tod meines Vaters. Für Trauernde gibt es bereits viele nicht digitale Unterstützungsangebote, wie Trauercafés, Trauerbegleitung, Coaching oder Psychotherapie. Doch diese Unterstützungsangebote haben Nachteile. Sie sind nicht unabhängig von Zeit und Ort, haben teils lange Wartezeiten, hohe Kosten und für manche Betroffene eine hohe Hemmschwelle zum Erstkontakt.

Durch die erlebten Probleme aus eigener Erfahrung, und meinen Hintergrund als promovierte Psychologin, entstand die Idee zu grievy. Denn die oben genannten Probleme haben digitale Lösungen wie grievy nicht."


Welche Herausforderungen bei der Gründung von grievy gab es? 

"Herausforderungen gab es immer viele – mal kleinere und mal größere. Eine übergeordnete Herausforderung ist dabei immer der Umgang mit den Themen Tod und Trauer in unserer Gesellschaft. Es sind nach wie vor sehr sensible Tabuthemen. Wir müssen also stets darauf achten, die Menschen um uns herum mit diesem Thema abzuholen, an die Hand zu nehmen und Ihnen die Angst zu nehmen."

Was macht grievy so besonders? Was macht grievy aus?
"Die Merkmale, die grievy am meisten auszeichnen sind, denke ich, die Geschichte und das ganze Know-How, das hinter der Idee steht. Mit grievy haben wir einen wahren Safe Space für die Trauer erschaffen. Alle Inhalte wurden von Psychologinnen entwickelt und sind wissenschaftlich evaluiert. Das ganze Team hat grievy weit über ein Jahr komplett ehrenamtlich entwickelt und damit steckt in grievy unser volles Herzblut."

Wer kann grievy nutzen? Wem könnte es helfen?
"Grievy kann jeder Person helfen, die sich in Trauer befindet und hilfreiche Techniken und Strategien an die Hand haben möchte, um mit der Trauer umzugehen. Grievy ist ebenfalls für jede Person, die sich mit ihrer Trauer allein gelassen fühlt – wir sind da um zu helfen, zu begleiten und zu unterstützen."

Welche Ziele habt ihr mit grievy für die Zukunft?
"Unser primäres Ziel ist es, so viele Trauernde wie möglich zu erreichen und sie auf ihrem Weg in der Trauer zu begleiten. Wir starten im deutschsprachigen Raum und hoffen, schnell über die Ländergrenzen hinausgehen zu können."

Vielen Dank, liebe Nele, für Deine aufschlussreichen Antworten! Ich denke, das ist ein so enorm großer Mehrwert für Menschen, die einen Verlust erlitten haben. Denn ich finde, die App leistet ja auch ein Stück weit Hilfe zur Selbsthilfe. Ein tolles Angebot, wie ich finde! Und da komme ich gleich zur kurzen Erläuterung, wie ich von Euch erfahren habe bzw. wie ich Dich kennengelernt habe.

Seitdem ich durch "Bunter Schmetterling" Instagram immer mehr kennengelernt habe, sind auch immer öfter interessante Menschen und Themen durch mein Blickfeld gehuscht. Und jeder, der mich kennt, weiß, dass ich zu tollen Dingen schwer Nein sagen kann! ;)

Eines Tages fiel mir durch mein Kommentar auf einer anderen Insta-Seite der Name "grievy" auf - denn ich erhielt ein "Like". Schon allein deshalb schaute ich zwei Mal hin. Das Logo sprach mich irgendwie an - da meldet sich eben doch immer wieder mein Marketing-Herzl. Als ich dann las, dass es sich um Trauer und eine App dazu handelt, war ich absolut happy, dass endlich mal jemand dieses heikle Thema anspricht. Ich schaute mich direkt auf der Insta-Seite von grievy um und schrieb bei einem Eintrag auf die Frage nach dem Verlust eines geliebten Menschen spontan meine Gedanken auf. Und daraufhin erhielt ich eine sehr liebe Rückantwort - sogar als Sprachnachricht.

Die Kommunikation zwischen mir und Nele begann. Sie lud mich direkt in die Testgruppe zur App ein und ich stimmte sofort zu. Und wer sagt, das Internet ist unpersönlich und oberflächlich, dem muss ich widersprechen! Wenn Menschen Social Media tatsächlich zur Kommunikation nutzen und auf Kommentare sogar ein freundliches Feedback geben (leider haben die meisten irgendwie keine Lust dazu ...), dann kann daraus eine richtig tolle Kommunikation entstehen, die Türen öffnet und eine Kooperation wie diese hier entstehen lässt.

Also Leute, traut Euch: Es ist eigentlich ganz einfach: #einfachmachen ...

Wie unsere gegenseitige Zusammenarbeit im Moment aussieht?
Ich habe den grievy-Eintrag hier veröffentlicht. Und derzeit schreibe ich auch einen Beitrag für grievy über den Verlust meiner lieben Mutti, der dann wiederum in der grievy App veröffentlicht wird.